Eine Clique, Foto: jazzy lemon_flickr
Die Clique ist gerade für Jugendliche in der Pubertät oftmals die wichtigste Stütze schlechthin. Sie gibt ihnen die Geborgenheit und Unterstützung, die sie zuhause oftmals nicht finden. Freunde sind grundlegend verständnisvoll, Eltern hingegen meist fordernd oder beschuldigend. Da ist es klar, dass sich Jugendliche versuchen, von zuhause „abzunabeln“.
Erziehungswissenschaftler stellten kürzlich heraus, dass sich durch die Clique ein enormes Verständnis für Rollenbilder und Beziehungen formt. Hier entsteht für die Jugendlichen eine Art „soziales Erprobungsfeld“, in welchem auch gemeinsame Rituale gefestigt werden. Zudem erfolgt in einer Clique immer auch eine Art „seelischer Beratung“ für die Heranwachsenden. Man gibt sich gegenseitig Tipps und Hilfen, versucht, für den anderen da zu sein.
Eltern sollten nicht versuchen, Kindern den Umgang mit ihren Freunden zu verbieten. Soziale Isolation als Strafe wirkt sich extrem negativ aus und zerstört das Vertrauensverhältnis von Eltern und Kind. Wenn Eltern sich Sorgen um ihren Nachwuchs machen, sollten sie ganz gezielt in einem Gespräch erfragen, welche Rituale und Gewohnheiten es in der Clique gibt. Wenn Eltern beweise dafür haben, dass in der Clique Drogen oder Alkohol konsumiert werden oder sich sicher sind, dass von anderen Jugendlichen emotionaler Druck auf ihr Kind ausgeübt wird, erst dann können sie einschreiten. Ansonsten sollten Eltern versuchen, Cliquenmitglieder kennen zu lernen und diesen nicht mit Vorurteilen begegnen.